Anne Clausen (Schauspielerin, Autorin, Regisseurin)

Jahrgang 1978, aufgewachsen in den Niederlanden, studierte Anne Clausen zunächst Theaterwissenschaft/Journalistik/Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Leipzig. Nach der Zwischenprüfung wechselte sie zum Schauspielstudium an die Hochschule für Musik und Theater München/Theaterakademie August Everding.

Es folgten Engagements u.a. in Osnabrück, Hof, Regensburg, Coburg, Bremen, Kiel und Innsbruck.

Seit 2010 arbeitet Anne Clausen als Autorin; im Litag Theaterverlag ist der Text zu ihrer one-woman-show „Dirnenlied“ erschienen, außerdem das Jugendstück „Hettie doch“, das beim Coburger Forum für junge Autoren ausgezeichnet wurde, und „Echt arm“, das am Theater Kiel uraufgeführt, in Österreich am Freien Theater Innsbruck erstaufgeführt wurde.

Ebenfalls 2010 nahm Anne Clausen ihre Tätigkeit als Schauspieldozentin auf (Akademie für Darstellende Kunst Bayern, Schauspielschule Innsbruck).

Ihr Regiedebut war 2017; Anne Clausen inszenierte „Die Tagebücher von Adam und Eva“ von Mark Twain am Theater im Container in Telfs.

Kurz darauf folgte die (Co-) Inszenierung ihres Stückes „Echt arm“ (Freies Theater Innsbruck 2017).

Ein Jahr später inszenierte sie „Frühstück bei Tiffany“ von Truman Capote am Turmtheater Regensburg.

 

Regie

 

2018 „Frühstück bei Tiffany“ von Truman Capote (Bühnenfassung Richard Greenberg) am Turmtheater Regensburg

 

„Diese Tiffany-Inszenierung im Turmtheater ist Boulevard-Theater im besten Sinne. Und sie erschließt den Besuchern Welten, die ansonsten nur von den Allergrößten wie einem Billy Wilder oder Woody Allen erzählt werden.“ (P.G.) aus „Dunkelrotes Flatterwesen“ Mittelbayerische Zeitung vom 4./5. August 2018

 

2017 „Echt arm“ von Anne Clausen am Freien Theater Innsbruck; Gemeinschaftsregie mit Nik Neureiter

 

Trailer:

https://www.youtube.com/watch?v=8Ybvxo6fC7s

 

 

„Anne Clausen (…) verhandelt in ihrem Kinderstück „Echt arm“ Ernsthaftes auf hinreißend leichte Art. Die Dimension von Armut, Einsamkeit, Depression und Realitätsflucht wird nicht geschönt, sondern anschaulich aufbereitet. Im Regieteam mit Neureiter hat sie zudem eindringliche und eindrückliche Bilder zwischen Schattenspiel und Slapstick für ihre Geschichte gefunden.“ (jole) aus „Schattenspiel, Slapstick und der Ernst dazwischen“ Tiroler Tageszeitung 20.11.2017

 

„Die Inszenierung ist liebevoll, behutsam, schwungvoll“ (t.g.) aus Darstellendes Spiel Nr. 4/2017

 

2017 „Die Tagebücher von Adam und Eva“ von Mark Twain am Theater im Container Telfs in einer eigenen Bühnenfassung von Anne Clausen

 

„Anne Clausen hat Twains hintersinnigen Humanismus zum kurzweilig-klugen Theaterabend verdichtet.“ (jole) aus „Wie das „Wir“ in die Welt kam“ Tiroler Tageszeitung 21.03.2017

 

Schauspiel

 

„Dirnenlied“ von Anne Clausen, Regie: Jan-Hinnerk Arnke

seit 2010

Karla von Stelzenbül

 

 

„…ein bisschen verrucht wie Asta Nielsen und Louise Brooks, aber auch patent und lebenslustig wie Ossi Oswalda. Keine „feine Dame“, sondern der Typus des kessen und schnippischen „Berliner Girls“ mit frechem Mundwerk. (…) Das Lockere, das Leichte, das Flapsige scheinen Clausen nicht nur bei der Textfindung besonders gut zu liegen.“ (U.K.) aus „Sie demaskiert die ‚gute‘ Gesellschaft“ Mittelbayerische Zeitung 3.09.2010

 

„Anne Clausen verschmilzt bis ins letzte Detail mit Karla von Stelzenbül, dem ‚letzten Überbleibsel der Monarchie‘ und berichtet in einer zum Brüllen komischen, kurzweiligen, spannenden Stunde so plastisch über ihr -also Karlas- Leben, dass man am Ende glaubt, selbst dabei gewesen zu sein. (…) ganze Welten zerbrechen vor den Augen der Zuschauer -doch Karla zieht wieder das Beste heraus und verabschiedet sich guter Dinge vom vor Begeisterung rasenden Publikum.“ (C.W.) aus „Elektrisiert von der eigenen Schlauheit“ Frankenpost 23.11.2010

 

„Frech ist sie, die lang gewachsene Blondine, eine Kodderschnauze wie sie berlinischer kaum klingen könnte. Mit der Grammatik hat sie eine Art Waffenstillstand geschlossen (…) Startschuss für Karla, die sich mit dem einen oder anderen „Sektchen“, Martini und Co intus (‚Ick bin keene Dame, ick bin doch nicht dämlich!‘), mit ihrer unbestechlichen Spürnase (‚Ick war elektrisiert von meiner eigenen Schlauheit‘) und jeder Menge Selbstironie und Humor ins zwielichtige Berliner Nachtleben stürzt.“ (K.J.) aus „Das unmoralische Treiben der feinen Gesellschaft“ Kieler Nachrichten 14.12.2010

 

„Die heiter bis wolkige Komödie glänzt durch bissig-frechen Humor, den Anne Clausen perfekt in Szene setzte – und dabei ganz schön viel Bein zeigte. (…) Das war eine ‚One Woman-Show‘, wie sie im Buche steht.“ (ce) wochenblatt 8.09.2010

 

Sonst noch so:

 

2018  Kellertheater Innsbruck: „Toutou“ von Daniel Besse und Agnes Tutenuit, Regie: Manfred Schild

 Rolle: Zoe

 

2017 Freies Theater Innsbruck: „Echt arm“ von Anne Clausen

 Regie: Anne Clausen & Nik Neureiter

 Rolle: Johnnys Mutter

 

2016 Tiroler Landestheater: „Oliver!“ Musical von Lionel Bart  nach Charles Dickens

 Regie: Udo Schürmer

 Rolle: Mrs. Sowerberry

 

Theater im Container Telfs:  „Offene Zweierbeziehnung“ von Dario Fo

 Regie: Nicolas Dabelstein

 Rolle: Antonia

 „Eifersucht“ von Ester Vilar

 Regie: Bernhard Moritz

 Rolle: Yana

 „Zartbitter“ von Lars Lienen

 Regie: Bernhard Moritz

 Rolle: Samantha

 

2015  Tiroler Landestheater: „Adriana Lecouvreur“ Oper von Francesco Cilea

 Regie: Bruno Klimek

 Rolle: La Duclos

 

 Kellertheater Innsbruck: „Die Wahrheit“ von Florian Zeller

 Regie: Manfred Schild

 Rolle: Alice

 

2014 Kellertheater Innsbruck: „Operation Frühlingsblümchen“ von Manfred Schild

 Regie: Manfred Schild

 Rolle: Erzählerin

 

2013 Theaterschiff Bremen: „Fanny macht Ernst“ von Anne Clausen

 Regie: Jan-Hinnerk Arnke

 Rolle: Fanny

 

2012 Tiroler Landestheater: „Der Lebkuchenmann“ von David Wood

 Regie: Verena Schopper

 Rolle: Fräulein Pfeffer

 

 Theater Kiel/Theater im Werftpark: „Fanny macht Ernst“ von Anne Clausen

 Regie: Jan-Hinnerk Arnke

 Rolle: Fanny

 

2011 Landestheater Coburg: „Amoklauf mein Kinderspiel“ von Thomas Freyer

 Regie: Vivian Frey

 Rolle: C

 

 Stadttheater Regensburg: „komA“ von Volker Schmidt und Georg Staudacher

 Regie: Armin Peterka

 Rolle: Margot Bartosch-Enzelsberger

 

 Turmtheater Regensburg: „Traumfrau verzweifelt gesucht“ von Tony Dunham

 Regie: Dirk Arlt

 Rolle: Henri, Trish, Kamilla, Gaby, Anja

 

2007-2009 Theater Kiel/Theater im Werftpark: festes Ensemblemitglied

 

2005-2007 Theater Hof: festes Ensemblemitglied

 

2004 Städtische Bühnen Osnabrück: „Frau Holle“ von Christian Martin nach den Gebrüdern Grimm

 Regie: Uwe Kraus

 Rolle: Frau Welt

 

Kleine Filmausflüge:

 

Miniausschnitt „Periode 28“

https://vimeo.com/283280631

von 02:28 bis 02:39 Bild von Maria (mir), Text der drüberläuft „our ancient bond, a tribute to our greatest comitment“ (auf das letzte Wort kommt eine junge Frau ins Bild, das ist vielleicht etwas verwirrend ☺ -kann man die wegschummeln?

 

2018 „Periode 28“ Kurzfilm

 Blitz Opaque

Regie: Annika Müller & Alexander Tank

Rolle: Maria

2008   „Küstenwache – Tödliche Erinnerung“ ZDF Serie

   Opal Filmproduktion

   Regie: Jan Bauer

   Episodenrolle: Krankenschwester

2006   „Hinters Licht“ Kurzfilm

   PixelSky

   Regie: Björn Pausch

   Rolle: Kathrin

2004   „Sophie Scholl – die letzten Tage“ Kinofilm

   Goldkindfilm

   Regie: Marc Rothemund

   Rolle: Traute Lafrenz

2002   „Katz und Hund“ ARD Fernsehfilm

   Zieglerfilm

   Regie: Dieter Berner

   Rolle: Angela Mader

 

Autorin

 

2015 „Echt arm“, Jugendtheaterstück über Kinder, ihre Eltern und über’s Armsein ab ca. 10 Jahren

 Uraufführung: Theater Kiel/Theater im Werftpark 2015

Regie: Anne Spaeter

 Österreichische Erstaufführung: Freies Theater Innsbruck 2017

 Regie: Anne Clausen, Nik Neureiter

  Erschienen im Litag Theaterverlag

 2 D, 3 H, variable Dek.

 

Inhalt: Johnny und Pamela sind nicht gut drauf. Etwas fehlt ihnen. Bei Johnny fehlt das Geld. Bei Pamela ist zwar alles im Überfluss da. Ihr fehlt trotzdem was. Wütend sind sie beide. Beide fahren ihre Krallen aus. Das gibt Ärger. Zur Strafe müssen sie in den Schulgarten: Gras harken! Bäume schneiden! -Mit Petre! Petre macht keinen Ärger. Petre ist gut drauf. Obwohl er echt arm war, als Straßenkind in Rumänien. Dieser Fuchs, immer obenauf, immer unterwegs! Oder immer auf der Flucht?

 

Wie toughe Mädchen, weiche Kerle, sensible Mamis und absolute Spinner sich durchboxen. Und nicht mehr gegenseitig.

 

„der Text legt den Finger lieber mit frechem Witz als mit Pathos in die Wunden“ aus „Wundertüte mit Gärtner“ (R.B.) Kieler Nachrichten 5.10.2015

 

„Anne Clausen (…) verhandelt in ihrem Kinderstück „Echt arm“ Ernsthaftes auf hinreißend leichte Art.“ (jole) aus „Schattenspiel, Slapstick und der Ernst dazwischen“ Tiroler Tageszeitung 20.11.2017

 

 

2015 „Hettie doch“, Jugendtheaterstück ab ca. 14 Jahren

 Drittplatzierung beim „1. Coburger Forum junger Autoren“

 Uraufführung: Theater Kiel/Theater im Werftpark

 Regie: Matthias Jaschik

 Erschienen im Litag Theaterverlag

 2 D, 1 H, keine Dek.

 

Inhalt: Die vierzehnjährige Hettie beschäftigt vieles: Wie wird man dünn? Wie muss man sein, um begehrt zu werden? Und wie kriegt man Tom, den Schwarm aller Mädchen? Hettie tagträumt vor sich hin, das Leben ihrer älteren Schwester Lana interessiert sie nicht.

 

Eine Party. Hettie becirct Lana, dass sie mitdarf – um Lana dann schließlich komplett zu vergessen, weil Tom da ist. Lana will schließlich nach Hause und steigt bei Sören ins Auto, der coole Sören, den sie schon immer toll fand. Unterwegs vergewaltigt Sören Lana.

 

Hettie kämpft mit Schuldgefühlen: Wegen Tom hat sie ihre Schwester total aus den Augen verloren. Wenn sie mit ihr zusammen nach Hause gegangen wäre, wäre das alles nicht passiert. Gleichzeitig wird ihr dadurch aber auch klar, wie sehr sie Lana liebt.

 

Die Schwestern wachsen auf spröde Art zusammen und finden eigenwillige, aber effektvolle Methoden, um sich gegen die Ohnmacht zu wehren und um mit dem, was geschehen ist, fertig zu werden.

 

„Anne Clausen hat einen Blick dafür, wie die Teenie-Seele tickt“ (R.B. aus „Mit der vollen Kraft des Aufbruchs“ Kieler Nachrichten 20.04.2015

 

2010 „Dirnenlied“ Krimikomödie

 Uraufführung: Turmtheater Regensburg

 Regie: Jan-Hinnerk Arnke

 Erschienen im Litag Theaterverlag

 1 D, 1 Dek.

 zuletzt gespielt 2018 an der Compagnie de Comédie Rostock

 mit Dürten Thielk

 Regie: Fabian Ranglack

 

Inhalt: Karla von Stelzenbül – nicht ganz blaublütig, sondern adoptiert- fühlt sich augenscheinlich ganz wohl. Es sind die wilden Zwanziger, man verkehrt in den besten Kreisen von Zehlendorf, der Gatte macht gute Geschäfte, man geht ins Theater…Karla eckt zwar immer wieder mit ihrer Berliner Kodderschnauze und ihrem Alkoholkonsum an, aber wer kann ihr schon etwas anhaben? Als ihre Freundin Käthe im Theater einen Nackttanz hinlegt, ist die skandalliebende Karla zunächst begeistert. Aber Käthe verschwindet, und Karlas Suche nach ihr wird zur Herzensangelegenheit. Was dabei ans Licht kommt, bringt Karlas Welt ins Wanken.

 

„Eine durchaus doppelbödige Krimikomödie“ „Das Stück hat Witz“ „Das Lockere, das Leichte, das Flapsige scheinen Clausen nicht nur bei der Textfindung besonders gut zu liegen“ (U.K.) aus „Sie demaskiert die ‚gute‘ Gesellschaft‘ Mittelbayerische Zeitung 3.09.2010

 

 

„Die heiter bis wolkige Komödie glänzt durch bissig-frechen Humor“

(ce) wochenblatt 8.09.2010